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Wettbewerb "Carolinenstift am Hafen" Neustrelitz, 4. Preis
von Daniel Martens | 17.01.2012
Wettbewerb Carolinenstift am Hafen Neustrelitz
Das neue städtebauliche Konzept "Grünes" Wohnen im Carolinenpark entwickelt sich aus einer klaren Entwurfsidee, welche Denkmalpflege und Moderne miteinander verbindet: "Grün" meint damit die Ambivalenz von Wohnen in einem grünen Parkraum als auch umweltbewusstes, energieoptimiertes neues Wohnen an diesem Standort, da das regenerative Gesamt-Energiekonzept von Denkmal- + Neubausubstanz ebenso im Mittelpunkt steht: Mind. 60% Wärme- und Warmwasserversorgung aller Gebäude über regenerative Energien, Energiebedarf der Neubauten 30% unter EnEV 2009 und deutlich reduzierte Wärmeverluste in Passivhausbauweise sind die energetischen Ziele. Städtebauliche Konzeptidee:

  • Freistellung des wertvollen Bestandes

    Es werden zuerst die wertvollen Baudenkmale und historischen Gebäude durch Abbruch der restlichen Bausubstanz für eine neue Nutzung freigestellt.

  • Konzept eines durchgängigen Parks

    In Verlängerung des Schlossgartens und des öffentlichen Raumes um den Zierker See wird das gesamte Grundstück in einen durchgängigen, "fließenden" Park umgewandelt, der den historischen Baumbestand mit aufnimmt und durch neue Baumpflanzungen vervollständigt wird.

  • Einordnung einer neuen Wohnachse

    In Anlehnung an den historischen Städtebau wird parallel zur Zierker Straße eine neue Wohnachse in den neuen Park integriert, die sich städtebaulich an der historischen Art der Bebauung orientiert. Die Gebäude sind energetisch nach Süd-West ausgerichtet, und orien¬tieren sich damit in den Park. Das Kopfgebäude an der Semmelweisstraße als Beginn der Wohnachse kann ein kleines Stadtteilcafe aufnehmen, welches ein Treffpunkt von Jung und Alt mit dem neugebildeten kleinen Platz werden kann. Ein Bogen mit Bank und Informa¬tionstafeln markiert Geschichte und Beginn der neuen "Grünen" Wohnachse im Stadtraum.

  • Verzahnung der Wohnachse mit der Parklandschaft

    Die neue Wohnbebauung ist so konzipiert, dass eine Verzahnung mit dem Park, d.h. das freie „Fließen" des Parkraumes durch die Wohnbebauung ermöglicht wird: so entstehen multifunktionale Räume, die als Park- und Wohnräume genutzt werden können. Es gibt eine klare Zuordnung, welche Raumzonen öffentlich als Park, halböffentlich und ganz privat nutzbar sind. PKW-Stellplätze sollen in die Bebauung integriert werden.

  • Mögliche Bildung einer öffentlich genutzten Raumspange

    Der dem Zierker See zugewandte historische Kopfbau des Carolinenstifts ist ein wichtiger öffentlich nutzbarer Baukörper, für den wir eine entsprechende Nutzung vorschlagen: Zusammen mit der Kapelle, die als solche in der Nutzung bestehen bleibt, haben wir die Möglichkeit von öffentlichen Nutzungen in dem historischen Waschhaus und Gartenhaus gesehen, wenn es Bedarf geben würde. Als Abschluss ist am Ende dieser Spange am Wartburggang mit der Wohnachse ein neues Gebäude geplant, welches ebenfalls eine neue öffentliche Nutzung wahrnehmen kann, wie z.B. eine Kindertagesstätte oder eine soziale Einrichtung: Hierfür liegt ein besonders großzügiger Freiraum um das Gebäude vor.

Wir haben das historische Gebäude des Carolinenstiftes sehr genau analysiert und ein neues Konzept für ein betreutes Wohnen entwickelt, welches die Altbausubstanz statisch fast zu 100% unverändert nutzt, aber ein ganz neues energetisches und räumliches Konzept mit einer Wohnausrichtung nach Süd in den Park realisiert: Hofseitig wird eine gegen Witterung verglaste Terrassen/ Loggia- und Erschließungszone vorgelagert, die einen geschützten Aufenthalt mit Parkausblick und Kommunikation ermöglicht. Diese vorgelagerte Zone wird energetisch ebenso als Pufferzone genutzt. Auch die ehemaligen breiten Klinikflure werden jetzt geschickt bewohnt, so dass eine maximale Wohnfläche im Bestand für eine Wirtschaftlichkeit erreicht wird. Kleinere und größere Gemeinschaftsräume ermöglichen das differenzierte Wohnen mit Freizeiträumen und individuellen Kontakten in der Gemeinschaft.

Architektur
Die wertvollen Denkmale und historischen Gebäude werden denkmalpflegerisch saniert und in ihrer historischen Struktur und Erscheinung mit neuen Nutzungen wieder hergestellt. Das Carolinenstift mit seiner Schauseite zum Zierker See ist dabei städtebaulicher Mittelpunkt in Anbindung an den Schlossgarten. Auf der Hofseite wird das Gebäude ebenfalls wieder denkmalpflegerisch mit den historischen Fassaden hergestellt und teilweise mit einer ganz transparenten Glasfassade als Erschließungs- und Aussichtszone für die Wohnungen kombiniert, die eine neue Nutzung des historischen Krankenhauses unter energetischen Anforderungen ermöglicht.

Die neue Wohnbebauung bildet einen für Neustrelitz typischen Straßenraum, jedoch in differenzierten räumlich-kubischen Strukturen, die in besonderer Weise auf die Lage in einem Park Rücksicht nehmen. Um keine städtebauliche Konkurrenz zu den Hauptstraßenachsen und zum Carolinenstift zu bilden, wurde auf Steildächer verzichtet, auch die besondere Aufsicht vom Carolinenstift auf die Dächer der Neubebauung und deren Lage im Park haben für die Hervorhebung des Parkcharakter zu einer Dachbegrünung der neuen Wohnachse geführt. Denkmal, Park und ergänzende Moderne sind damit ablesbar.

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