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Umbau und Generalsanierung Einzeldenkmal Innerstädtisches Gymnasium Rostock
von Maik Buttler | 02.11.2012
Innerstädtisches Gymnasium Rostock
Ein Denkmal präsentiert sich im alten Kleid - Klare Moderne der 20er Jahre
Das Goethegymnasium, 1927–1930 als Lyzeum und Oberlyzeum von Stadtbaudirektor G. W. Berringer gebaut, ist ein klares und überzeugendes Dokument der "Neuen Sachlichkeit" und reiht sich in den modernen Schulbau der Weimarer Republik ein. Es nimmt für die Architekturgeschichte von Rostock eine besondere Stellung ein, da sie das letzte bedeutende Bauwerk dieser Zeit und Architekturauffassung wurde. Konsequent ist der funktionale Rahmen des Entwurfes in der Gliederung und Durcharbeitung der Baukörper und Fassaden umgesetzt und visualisiert. Das U-förmige Bauensemble wird durch die zwei angelagerten und verbundenen Sporthallen zu einem geschützten Innenhof geschlossen und die räumliche Struktur der Unterrichtsräume je nach Himmelsrichtung und Lärmbelastung konsequent angepasst.

Bei der denkmalpflegerischen Generalsanierung wurde das Gebäude stark "entblättert" von der Vielzahl der Umbauten und Eingriffe und auf Grundlage der bauhistorischen und restauratorischen Untersuchungen durch die Architekten auf das originale Raumgefüge in historischer Farbgebung zurückgeführt. Sowohl das 1937-1938 nachträglich aufgesetzte Walmdach, welches die Moderne des originalen Flachdach-Gebäudes unkenntlich machen sollte, als auch die Vielzahl der kleinteiligen Einbauten wurden rückgebaut.

Das Ensemble zeichnet sich durch vielfältige räumliche Möglichkeiten der Schulnutzung aus, die durch notwendige zurückhaltende Veränderungen für Brandschutz und moderne Schulfunktionen besonders ergänzt wurden: Die Aula wurde in ihrer ursprünglichen Größe mit originaler Empore wieder hergestellt, akustisch in einen multifunktionellen Konzertraum umgewandelt und durch entsprechende Bühnennebenräume zu einer Veranstaltungsstätte ausgebildet. Im öffentlichen Mittelteil des Doppelgymnasiums befinden sich neben der Schulleitung auch eine Bibliothek, Medienräume, eine Cafeteria und eine kleine Theaterbühne, die im ehemaligen Heizkesselraum eine Verbindung zur Erholung im grünen Innenhof schaffen. Der naturwissenschaftliche Flügel wurde nach neuesten Vorschriften umgebaut und mit einem zusätzlichen Treppenhaus ergänzt: modern und dem Denkmal angepasst - der größte Schulbau Rostocks zeigt sich damit seit der Generalsanierung neu und "historisch" zugleich.

Arbeitsgemeinschaft mit den Rostocker Architekten jastram + buttler - Hass + Briese - ac funck.

Veröffentlichungen und Literatur zu diesem Thema
archithese - Internationale Zeitschrift und Schriftenreihe für Architektur
05/2009

Preise
1. Preis Rostocker Architekturpreis 2008
für Umbau und Generalsanierung des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock, in Gemeinschaft mit Hass+Briese und ac funck
buttler architekten GmbH
am schwibbogen 2
18055 rostock

+49 (0) 381 128 88 120
+49 (0) 381 128 88 129

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